Geschichte

Peter Joseph Lenné gründete im Jahr 1823 in Potsdam die erste Ausbildungsstätte für Gartenkultur in Europa. Es war sein Ziel, in der „Königlichen Gärtnerlehranstalt“ die Gartenkunst zu fördern, die er auf seinen weitläufigen Reisen, die ihn auch immer wieder nach England geführt hatten, kennen und schätzen gelernt hatte. 

Die Anfänge einer institutionellen Gärtnerausbildung liegen in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Bis dahin war das Gärtnerwesen eng mit der höfischen Gesellschaft verbunden. An fürstlichen Höfen bildeten Hofgärtner den Nachwuchs aus. Es war eine eher praktisch ausgerichtete Schulung. Gut ausgebildete Gärtner wurden um die Jahrhundertwende nicht nur vom Adel gesucht, auch das höhere Bürgertum verlangte mehr und mehr nach geschultem Gartenpersonal. Peter Joseph Lenné erkannte die veränderten Anforderungen an den Gärtnerberuf und regte eine Erweiterung und Perfektionierung der Ausbildung an. Ganz dem Aufklärungsgedanken verbunden, dass das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden sei, plante er die Einrichtung einer Gärtnerlehranstalt in Verbindung mit einer Landesbaumschule. Die Gärtnerlehranstalt bot eine Weiterbildung für Gärtner an, die schon eine praktische Lehrzeit absolviert hatten. Die Ausbildung selbst war praktisch, wissenschaftlich und künstlerisch ausgerichtet, wobei die Ausbildungsschwerpunkte auf der Gartengestaltung, dem Gemüseanbau und der Obstbaumzucht und -pflege mit Sortenkunde und Fruchtverwertung lagen. Darüber hinaus wurde im Fach Gartenkunst Geschichte und Theorie vermittelt sowie Stillehre, Kunstgeschichte und Technik der Gartenkunst.  Fächer  wie  Entwurfslehre und Zeichnen standen ebenso im Lehrplan der Königlichen Gärtnerlehranstalt wie Botanik, Chemie, Physik und Mathematik. Den Absolventen wurde also eine umfassende Ausbildung zuteil, die alle Bereiche der Gartenkultur beinhaltete.

Von dem Gelände der ehemaligen Gärtnerlehranstalt, das sich damals über 75000qm erstreckte, sind heute nur noch  wenige Bereiche erhalten. Hierzu gehören die ehemalige Direktorenvilla mit ihrer bezaubernden Gartenanlage nach einem Entwurf von Theodor Echtermayer sowie ein von der Technischen Universität Berlin gepflegter Senkgarten. Im Anschluss an dieses Gelände befindet sich auf einer Fläche von rund 9000qm die jetzt restaurierte Gewächshausanlage der ehemaligen Gärtnerlehranstalt, die geradezu auf Wiederbelebung wartete.

Um den hohen Wert der Gartenkultur widerzuspiegeln, soll das Gelände der ehemalige Königlichen Gärtnerlehranstalt heute auch „königlich“ bleiben. Entstanden ist aber auch eine neue Institution, die sich an den heutigen veränderten Bedürfnissen und Wünschen der Gartenbesitzer orientiert: eine Gartenakademie. Heute geht es - im Gegensatz zur früheren Gärtnerlehranstalt - um alle Themen rund um den Garten für jeden Garteninteressierten, und nicht nur um die Weiterbildung von Gärtnern und Fachpersonal. So erklärt sich der Name dieser neuen Institution: „Königliche Gartenakademie“.

 

 

KGA
KGA

AKTUELLES

Warum ist Fruchtfolge wichtig, Saat oder Jungpflanzen? Lernen Sie, Kräuter und Gemüse anzubauen!

Wir suchen Gärtner für unser Pflegeteam und Landschaftsarchitekten. Bewerben Sie sich jetzt!